Uwe Jüttner
Beratung, Dienstleistung, Seminare
Bilanzbuchhalter (IHK)
European Management Accountant

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    News

Sehr geehrte Anlagenbuchhalter/-innen,

ein kleines Jubiläum gibt es in diesem Jahr zu feiern. Die nunmehr schon 10. Anlagenbuchhalter-Tagung findet in diesem Jahr in Fulda statt. Auf der Agenda stehen wieder viele interessante Themen, die sie als Anlagenbuchhalter/-innen bei der tagtäglichen Arbeit begegnen.

Mit dem geplanten 3. Bürokratieentlastungsgesetz sollen die Abschreibungsbedingungen für geringwertige Wirtschaftsgüter deutlich vereinfacht werden. Es ist vorgesehen, die Sofortabschreibung nochmals zu erhöhen, dafür jedoch den Sammelposten abzuschaffen. Außerdem sollen Investitionen in digitale Güter durch kürze Abschreibungsdauern gefördert und generell die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung mit realistischen Ansätzen überarbeitet werden.

In den vergangenen zwei Jahren haben wir Sie durch diverse Vorträge auf den neuen Leasing-Standard IFRS 16 vorbereitet. Nun ist dieser seit Jahresanfang in vielen Unternehmen im Einsatz und daher ist es an der Zeit, über erste Erfahrungen in der Anwendung zu sprechen. Welche Probleme gab es und wie konnten diese gelöst werden. Unsere Tagung informiert über die speziellen Anforderungen in der Immobilienbranche und zeigt Ihnen ein Lösungsszenario, um das Vertragsmanagement in den Griff zu bekommen.

Anlagenverwaltung ohne Anlageninventur – das kann schiefgehen! Wir zeigen Ihnen eine nachhaltige Praxislösung anhand einer Live-Demonstration. Dabei geht es uns auch um die Darstellung eines Migrationspfades zur Ablösung eines Altsystems.

Die Digitalisierung im Rechnungswesen ist nicht mehr aufzuhalten. Wir wollen Ihnen einen Überblick über die Trends und Technologien geben, wie die Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen praktikabel umgesetzt werden kann. Welche Hard- und Software brauchen Sie und wie sind die Prozesse im Rechnungswesen anzupassen?

Die neue geplante Grundsteuerreform bekommt so langsam ein Gesicht. Was müssen Mieter und Vermieter in den nächsten Jahren vorbereiten, damit die Umstellung problemlos über die Bühne geht? Welche Anforderungen kommen auf die Anlagenbuchhaltung, die Steuerabtei lung oder die Bauabteilung zu?

Die Bilanzierung und Bewertung von ERP-Systemen sowie von Cloud-basierten Softwarelösungen beschäftigt derzeit viele Gremien. Wir wollen Ihnen einen Überblick verschaffen, was handels- und steuerrechtlich sowie international zu beachten ist. Unsere Tagung bietet aber auch ausreichend Gelegenheit zum Networken mit Berufskolleginnen und -kollegen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Fulda und wollen gemeinsam mit Ihnen das Jubiläum zur 10. Anlagenbuchhalter-Tagung im Felsenkeller von Fulda feiern.

Markus Kessel                                Uwe Jüttner
BVBC-Geschäftsführer                   EMAA-Präsident

        Termin:             Donnerstag - Freitag, 24. – 25. Oktober 2019
        Moderation:     Uwe Jüttner EMA®, Präsident der EMAA e.V.
                                  Markus Kessel, Geschäftsführer des BVBC e. V.
        Ort:                   Fulda, Hotel Fulda Mitte
 
    Die Themen des Branchentreffs:


    10 gute Gründe, um wieder zur AnbuTagung zu kommen:

Sonstige fachliche Tipps zur Anlagenbuchhaltung:


Anschaffungsnahe Herstellungskosten

Die Streitfrage, was zu den anschaffungsnahen Herstellungskosten eines Gebäudes zählt, ist immer noch nicht abschließend gelöst. Hinlänglich bekannt ist, dass hierzu die Aufwendungen für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen gehören, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung eines Gebäudes durchgeführt werden. Als zweite Bedingung kommt noch die 15%-Grenze hinzu: Die Aufwendungen (netto!) müssen 15% der Gebäudeanschaffungskosten übersteigen.
Im Streitfall vor dem Finanzgericht München wurde die Frage aufgeworfen: Ist auch der Austausch von Fenstern innerhalb von drei Jahren nach dem Erwerb eines renovierungsbedürftigen Gebäudes in die 15%-Grenze mit einzubeziehen? Ja, sagen die Münchner Richter, da diese Aufwendungen auch eine Maßnahme zur Instandsetzung und Modernisierung darstellen. Das Urteil ist für Bilanzierungspraktiker nicht so sehr wegen seiner ausführlichen juristischen Begründungen interessant. Aufgezeigt wird dort vielmehr der konkrete Weg zur Berechnung der 15%-Grenze – sozusagen mit „richterlichem Gütesiegel“. „Lehre ist trockenes Brot, Beispiel ist Muttermilch“ (Hoffmann von Fallersleben).
Anschaffungskosten zur Herstellung der Betriebsbereitschaft als Teil der anschaffungsnahen Herstellungskosten
FG München, Urteil vom 3.2.2015, 11 K 1886/12 (Revision eingelegt, Az. BFH: IX R 15/15)



Die Bundesregierung will den Abbau von Bürokratie vorantreiben. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat im Mai 2019 ein Eckpunktepapier für ein Bürokratieentlastungsgesetz III erstellt, das auch einige steuerliche Änderungen vorsieht. Das Warten scheint sich gelohnt zu haben! Angekündigt werden nämlich auch handfeste steuerliche Erleichterungen. Dazu gehören beispielsweise die Verkürzung von Aufbewahrungsfristen, die Anhebung der GWG-Grenze und die Überarbeitung der AfA-Tabellen.

Das Eckpunktepapier enthält 3 Kernbereiche:

    Entbürokratisierung des Steuerrechts,
    Chancen der Digitalisierung nutzen und
    Schutz der Arbeitnehmer und angemessener Aufwand beim Mindestlohn.

Im Folgenden werden die steuerrechtlichen Maßnahmen aus dem Eckpunktepapier vorgestellt.

Verkürzung von Aufbewahrungsfristen
Die Aufbewahrungspflichten im Steuer- und Handelsrecht sollen von 10 auf 8 Jahre verkürzt werden. Nach Ansicht des BMWi verfügt die Finanzverwaltung mit der Ablaufhemmung bei Beginn einer Betriebsprüfung oder bei der Steuerfahndung über ein wirksames Instrument, um die Aufbewahrungsfristen in problematischen Fällen zu verlängern.
Abschreibungsdauer für digitale Innovationsgüter

Die Abschreibungsdauern für digitale Investitionsgüter sollen verkürzt werden. Dazu sollen die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung mit realistischen Ansätzen überarbeitet werden.
Umsatzsteuer-Voranmeldung für Existenzgründer

Existenzgründer sollen von der monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung befreit werden und stattdessen lediglich verpflichtet werden, diese vierteljährlich abzugeben. Durch die Maßnahme sollen jährlich etwa 370.000 Gründer entlastet werden.

Weitere steuerliche Maßnahmen

Zusätzlich werden folgende weitere Vorschläge für eine steuerliche Entlastung gemacht:

•    Anhebung der Umsatzgrenze der Ist-Besteuerung auf 600.000 EUR zur Harmonisierung mit der Buchführungsgrenze der Abgabenordnung,
•    Anhebung der GWG-Grenze auf 1.000 EUR und Abschaffung der Sammelposten,
•    Einführung eines Verrechnungsmodells bei der Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer,
•    Einführung einer objekt-/sachbezogenen Freigrenze für betriebliche Geschenkaufwendungen,
•    Harmonisierung der Meldefristen der Zusammenfassenden Meldung und der Umsatzsteuer-Voranmeldung.

Hoffen wir einmal, dass es doch noch wahr wird und der leidige Sammelposten endlich wieder abgeschafft wird. Bleibt weiterhin zu hoffen, dass dann auch die Grenze für Trivialsoftware sofort auf 1000 EUR netto angehoben wird. Ich bin mal gespannt … ! Selbstverständlich halte ich Sie auf dem Laufenden, sobald etwas spruchreif und entschieden ist.